
Ciao Pappe – Hallo Umweltschutz
Sulgers Backstüble sagt Tschüss zum Pappbecher: Ab 2027 gibt es bei uns keine Pappbecher mehr. Wer seinen Kaffee, Tee oder Kakao zum Mitnehmen möchte, bekommt ihn dann ausschließlich im Recup-Pfandbecher. Ein kleiner Schritt für den einzelnen Becher – aber ein großer Schritt für uns als Bäckerei.
Rund 35.000 Pappbecher haben wir bisher jedes Jahr über die Theke gereicht. Jeder einzelne davon wurde einmal benutzt und dann weggeworfen. Das wollen wir ändern. Mit dem Wechsel zu Recup sparen wir nicht nur Müll, sondern auch Rohstoffe, Wasser und Energie – Jahr für Jahr, Becher für Becher.

Das ist Recup
Recup ist ein deutschlandweites Pfandsystem für Mehrwegbecher. Das Prinzip ist einfach: Sie bekommen Ihr Heißgetränk im stabilen, spülmaschinenfesten Recup-Becher, zahlen dafür ein Pfand von einem Euro und können den Becher danach ganz normal weiterverwenden oder zurückgeben.
Das Beste daran: Sie sind nicht an uns gebunden. Recup-Becher können Sie bei jedem teilnehmenden Betrieb zurückgeben – egal ob Sie ihn bei uns geholt haben oder woanders. Das funktioniert nicht nur bei uns in der Region, sondern in ganz Deutschland. Ob auf Dienstreise in Hamburg, im Urlaub in München oder beim Einkaufsbummel in Stuttgart: Sie finden Recup-Partner in den meisten Städten. Auch bei uns rund um den Bodensee machen bereits zahlreiche Cafés, Bäckereien und Geschäfte mit. Damit ist der Becher wirklich praktisch für den Alltag – Sie müssen ihn nicht extra zu uns zurückbringen, sondern geben ihn dort ab, wo es gerade passt.
Alle Recup-Annahmestellen sind hier auf der Karte zu finden.
Ein Recup-Becher ist zudem robust, hält Getränke länger warm als ein Pappbecher und läuft nicht so leicht aus. Für den Weg zur Arbeit oder unterwegs ein echter Vorteil.
Warum das der Umwelt hilft
Ein Pappbecher sieht harmlos aus, hat aber eine überraschend aufwendige Geschichte. Für die Herstellung wird Zellstoff aus Holz gewonnen, dazu kommt eine dünne Kunststoffbeschichtung, damit der Becher dicht bleibt. Diese Beschichtung macht das Recycling schwierig: In den meisten Fällen landet der Becher trotz Papieranteil in der Müllverbrennung statt im Kreislauf.
Auch der Wasserverbrauch ist beachtlich. Für die Papierherstellung werden große Mengen Wasser benötigt, ein einzelner Pappbecher schlägt dabei mit einem spürbaren Anteil zu Buche. Rechnet man das auf 35.000 Becher im Jahr hoch, kommt einiges zusammen.

Ein Mehrwegbecher wie der Recup-Becher verursacht bei der Herstellung zunächst ebenfalls einen CO2- und Ressourcenaufwand. Der entscheidende Unterschied: Er wird nicht nach einer einzigen Nutzung entsorgt, sondern hunderte Male wiederverwendet. Studien zur Ökobilanz zeigen, dass ein Mehrwegbecher aus Kunststoff bereits nach etwa 10 bis 15 Nutzungen ökologisch besser abschneidet als ein Einweg-Pappbecher – Recup-Becher sind aber auf 500 bis 600 Spülgänge und mehrere Jahre Nutzung ausgelegt. Das bedeutet: Je länger ein Becher im Umlauf bleibt, desto größer der Vorteil gegenüber dem Einwegbecher.
Da Recup-Becher außerdem über ein zentrales Pool-System organisiert sind, kommen sie durch die Rückgabe bei vielen verschiedenen Partnerbetrieben besonders schnell wieder in den Umlauf. Dadurch erreichen sie die nötige Anzahl an Wiederverwendungen deutlich schneller als ein Becher, den nur eine einzelne Person zu Hause sammelt und selbst zurückbringt.
Was sich für Sie ändert
Bis zur vollständigen Umstellung Anfang 2027 begleiten wir Sie Schritt für Schritt:
Ab sofort bieten wir Heißgetränke bevorzugt im Recup-Becher, im Glas oder in der Tasse an.
Ab Oktober 2026 erheben wir für den Pappbecher einen Umweltbeitrag von 1 Euro, um den Umstieg zu erleichtern.
Ab dem 2. Januar 2027 gibt es bei uns nur noch Recup-Becher für Getränke zum Mitnehmen.
Wir freuen uns, diesen Weg gemeinsam mit Ihnen zu gehen – für weniger Müll, weniger Verbrauch und ein gutes Gefühl beim nächsten Kaffee zum Mitnehmen.